| Manahel al-Otaibi, Saudi-Arabien. Gefoltert, misshandelt und isoliert. |
![]() |

| Gegen das Vergessen In Saudi-Arabien werden Personen, die ihre Rechte auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit wahrnehmen, willkürlich festgenommen und inhaftiert. Das Sonderstrafgericht SCC wurde eingerichtet, um „terroristische“ Vergehen nach saudischem Recht zu verhandeln. Seine Richter verhängen nach grob unfairen Prozessen drakonische Strafen einschließlich der Todesstrafe. Frauen werden durch Gesetze und im täglichen Leben diskriminiert, zum Beispiel in Bezug auf Heirat, Scheidung, Erbschaftsangelegenheiten und Sorgerechtsfragen. Die bestialische Ermordung des Journalisten und Regierungskritikers Jamal Khashoggi durch ein saudisches, nach Istanbul beordertes Spezialkommando erschütterte im Herbst 2018 die Weltöffentlichkeit. Am 11. Dezember 2024 sprach der Weltfußballverband FIFA Saudi-Arabien die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer für das Jahr 2034 zu, obwohl die Zahl der Hinrichtungen im Land einen Höchststand erreichte. Zivilgesellschaftliche Organisationen kritisierten die Entscheidung und wiesen zudem auf die Gefahr der Ausbeutung von Arbeitsmigranten, auf mögliche Unterdrückung und Zwangsräumungen hin. Auch der Deutsche Fußballbund stimmte für die WM in Saudi-Arabien. Die Zahl der Hinrichtungen stieg im Jahr 2025 prompt auf ein neues Hoch; es sollen mindestens 340 sein. Todesurteile werden in Saudi-Arabien für eine Vielzahl von Straftaten und unter Umständen ausgesprochen, die gegen das Völkerrecht und internationale Standards verstoßen. Schuldsprüche stützen sich auch auf unter Folter erzwungene „Geständnisse“. |